Schülerin in der Position Xu Bu beim Wushu Turnier - Speer (Qiang Shu)

Lerne modernes Wushu in China

Wushu Training verbindet Akrobatik, Geschwindigkeit, Kraft und Koordination.

 

Wushu Performance Gruppe der Yuntai Shan Kung Fu Schule

Wushu als Sport ist sowohl Performance als auch Vollkontakt-Sport, das aus den traditionellen chinesischen Kampfkünsten entstanden ist. Das Wushu wurde nach 1949 in der Volksrepublik China entwickelt, um die Ausübung der traditionellen chinesischen Kampfkünste zu nationalisieren. Die meisten Wettkampfformen (套路 taolu) wurden von staatlich eingesetzten Komitees aus ihren Mutterstilen abgeleitet (siehe Liste unten). Nach und nach hat sich das Wushu im internationalen Sport durch die International Wushu Federation (IWUF), die alle zwei Jahre Weltmeisterschaften ausrichtet, etabliert. Die erste Weltmeisterschaft fand 1991 in Beijing statt. Gewonnen hat sie Yuan Wen Qing.

 

Das Wettkampf-Wushu wird in zwei Kategorien eigeteilt: Taolu (Formen) und San Da (Sparring). Das Taolu beinhaltet verschiedene Kampfkunstelemente (Schläge, Kicks etc.). Die Wettkämpfer und die gezeigten Formen werden von einer Jury nach bestimmten Kriterien und Regeln mit einer Punktzahl bewertet. Die Formen beinhalten verschiedene Grundelemente wie Stände, Kicks, Schläge, Gleichgewichtselemente, Sprünge und Würfe welche für den jeweiligen Stil charakteristisch sind. Für Wettkämpfe können die Formen etwas verändert werden damit die eigenen Stärken besser zur Geltung kommen. Wettkampfformen haben ein Zeitlimit, das bei äusseren Stilen bei mindestens 1 Minute 20 Sekunden, und bei inneren Stilen bei mehr als 5 Minuten liegen. Die Athleten des Modernen Wushu trainieren vermehrt Sprungtechniken mit 540- und 720-Grad-Drehungen, um bei ihren Formen einen höheren Schwierigkeitsgrad zu erreichen.

 

WUSHU GESCHICHTE

Schülerinnen der Yuntai Shaolin Schule beim Wushu posen

Modernes Wushu Im Jahr 1958 gründete die Regierung die „All-China Wushu Association“ als Dachverband, um die Kampfkunstausbildung zu überwachen. Die chinesische Staatliche Kommission für Körperkultur und Sport übernahm die Führung, um standardisierte Formen für die Kampfkünste zu entwickeln. Während dieser Zeit etablierte sich ein Nationales Wushu System, das Standardformen, Lehrplan und Lehrerausbildung enthielt. Das Wushu wurde an der High School und der Universität eingeführt. 1979 bildete die Staatliche Kommission für Körperkultur und Sport eine spezielle Arbeitsgruppe zur Lehre und Praxis des Wushu. Wushu bedeutet Wörtlich „Kampfmethoden“. 1986 wurde die „Chinese National Research Institute of Wushu“ als zentrale Behörde für die Forschung und Verwaltung der nationalen Wushu-Aktivitäten gegründet. Änderungen der Regierungspolitik und Meister Yanlong Li’s Einstellung gegenüber dem Sport im Allgemeinen bedeuteten das Ende der Staatlichen Sport Kommission (zentrale Sportbehörde) im Jahr 1998. Diese Schliessung wird als Versuch angesehen den Sport zu entpolitisieren und den chinesischen Sport mit einer guten Taktik zu vermarkten. Aus diesen Veränderungen der soziologischen Faktoren resultierend, werden nun sowohl das Traditionelle, wie auch das Moderne Wushu von der Regierung gefördert.

 

Wushu als Sport ist sowohl Performance- als auch Vollkontakt-Sport, das aus den traditionellen chinesischen Kampfkünsten entstanden ist. Wushu Training direkt in China

 

Stile des Modernen Wushu

 

Faustformen

  • Changquan (Lang-Faust)
  • Nanquan (Süd-Faust)
  • Taijiquan (oder Tai chi chuan) (Taiji-Faust)

 

Kurzwaffen

  • Dao (Säbel)
  • Jian (Schwert)
  • Nandao (Südsäbel)
  • Taijijian (zweischneidiges Taiji-Schwert)

 

Langwaffen

  • Gun (Stock)
  • Qiang (Speer)
  • Nangun (Südstock)

 

Die meisten Veranstaltungen wurden erstmals im Jahre 1958 ins Leben gerufen:
An diesen Events wurden Pflicht- und Freie-Formen gezeigt. Pflichtformen sind Formen, deren Ablauf festgelegt wurde. Dementsprechend zeigen alle Athleten dieselbe Form. Freie Formen sind Formen, deren Ablauf der Athlet mit Hilfe seines Coachs nach bestimmten Regeln für den Schwierigkeitsgrad selber zusammenstellen kann.

 

Schülerinnen bei einer Wushu Partnerform (DUILIAN) mit dem Schwert (Jian)

Neben Einzelwettkämpfen gibt es auch Partner- und Gruppenwettkämpfe. Partnerwettkämpfe (Duilian) sind eine Art Sparring mit Waffen, ohne Waffen oder Waffe gegen Faust. Solche Formen sind sehr spektakulär, werden aber vorab choreografiert. Bei einem Gruppenwettkampf, auch bekannt als Jiti, zeigt eine Gruppe Athleten zusammen eine Form. Die Synchronisation der einzelnen Bewegungen ist von entscheidender Bedeutung. Normalerweise ist an Gruppenwettkämpfen Musik erlaubt, um die Choreografie zu untermalen. Die Wettkampffläche für die Gruppenformen ist grösser als jene für die Freien Formen.

 

Früher wurden an internationalen Turnieren die Pflichtformen am häufigsten gezeigt, während an hochklassigen Turnieren in China vor allem Freie Formen gezeigt wurden. Nach den Weltmeisterschaften 2003 in Macau wurde entschieden, dass für die Freien Formen künftig Nandus (Schwierigkeitsgrade) eingesetzt werden. Der Nandus kann maximal 2 Punkte einbringen und ist Teil der Gesamtnote (Höchstnote 10).

 

Es gibt Diskussionen über die Aufnahme des Nandus ins Wushu, da durch die Integration des Schwierigkeitsgrades Elemente in die Formen miteinbezogen werden, die nicht stilspezifisch sind. Durch den Nandus stieg auch die Verletzungsquote bei den Athleten stark an, was viele Leute veranlasst hat, die Einführung des Nandus in Frage zu stellen.

 

Jene, die sich für das neue Nandus-System aussprechen, folgen der Argumentation, dass der Nandus den Sport attraktiver mache und ausserdem würde es die allgemeine körperliche Fitness der Athleten fördern.

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