Sanda, der chinesische Zweikampf modern und beliebt - 5.0 out of 5 based on 5 reviews

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Unsere Sandaschüler beim täglichen Konditionstraining

Sanda, der chinesische Zweikampf modern und beliebt.

Sanda, der moderne chinesische Zweikampf erfreut sich bei vielen jungen Menschen wachsender Beliebtheit.

San da bedeutet im chinesischen freier Kampf und ist abgeleitet von San Shou der chinesischen Bezeichnung für Freiheit. San Shou wurde während der Republikanischen Ära (1912-49) als modernes Nahkampfsystem in der Whampoa-Militärakademie entwickelt. Das heute sportliche San Shou oder eben Sanda wurde von einigen Wushu-Lehrern neben den modernen Taolu (Wettkampfformen) entwickelt. Im Sanda werden Bein-, Faust- und diverse Wurftechniken trainiert, um den Gegner zu Fall zu bringen. Das Beherrschen des Kampfes in allen Distanzen und das korrekte Kombinieren von Kick, dann Faust und zuletzt Wurf, machen die richtige Ausführung des Sanda aus.

Das Fighttraining: Schlagkombinationen, Tritte und Würfe.

Wer eine Kampfkunst lernt, sollte die Möglichkeit haben, sich mit anderen zu messen und zu lernen wie gelernte Techniken im Kampf zu gebrauchen sind. Im Fighttraining werden Schlagkombinationen, Tritte und Würfe geübt. Das Sanda oder San Shou Boxen ist eine erweiterte Form vom Kickboxen. Wettkämpfe finden auf einer erhobenen Plattform ohne Randbefestigung statt. Man trägt kurze Hosen, Boxhandschuhe und einen Helm. Der Helm ist nach vorne offen und es sind keine Ellenbogenschläge oder Kniestösse erlaubt. Sanda Boxen wird immer beliebter in der internationalen Kampfsportszene.

Sanda lernen und Kung Fu unter realen Bedingungen testen.

Seit 2005 gilt Sanda in Europa als ernstzunehmende Wettkampfsportart. Mit der Disziplin Sanda wird der Kung Fu Vollkontakt-Szene eine Plattform geboten die erlernte Kunst unter Wettkampfbedingungen zu erproben. Die historische Nähe zum Kung Fu rührt aus dem jahrhundertealten Leitai (Duellkämpfe) her. Leitai waren in früherer Zeit ebenso ein Mittel um Kung Fu unter realen Bedingungen zu testen. Nur wer Kämpft lernt kann kämpfen. Sanda ist inzwischen eine Wettkampfdisziplin mit gut durchdachtem Regelwerk.

Sanda-Disziplinen: Lightcontact, Fullcontact oder Freefight.

In Zukunft kann an Meisterschaften in drei Disziplinen gestartet werden, Sanda-Lightcontact, Sanda-Fullcontact und Sanda-Freefight. Die Disziplinen wurden unter der Grundvoraussetzung entworfen die kämpferische Freiheit so wenig wie möglich einzuschränken. Damit soll dem Anfänger sowie dem Profi der bestmögliche Gesundheitsschutz garantiert werden. Vor allem sind die Kämpfer durch die Regelwerke gehalten, sich entsprechend den Disziplinen zu verhalten.

Anlagen und Anforderungen für das Lernen vom Duellkampf.

Sanda darf von den konditionellen Anforderungen her nicht unterschätzt werden. Grundsätzlich sollte eine Person, die mit dem Sanda-Training beginnen will ein gutes und gesundes Herzkreislaufsystem besitzen und keinerlei ernsthafte Schädigungen an Wirbelsäule, Gelenken und Knochen aufweisen. Von den motorisch, koordinativen Voraussetzungen her reichen durchschnittliche Anlagen, denn schliesslich machen einen einhundertprozentigen Athleten 80 bis 85 Prozent Fleiss und Willen aus, gerade mal 15 bis 20 Prozent entfallen auf das sogenannte Talent. Physisch betrachtet fordert Sanda von einem Athleten eine gute Grundkondition, eine ausgeprägte Kraftausdauer und in gewissen Bewegungsmustern eine hervorragende Schnellkraft. Der Athlet muss natürlich physisch wie psychisch in der Lage sein, Treffer und damit unter Umständen Schmerzen wegzustecken. Ausserdem muss die psychische Standfestigkeit gut ausgeprägt sein, die man einfach braucht im Vorfeld eines Wettkampfes und auf dem Weg in den Ring um die Kontrolle in ausreichenden Massen über seine Emotionen zu behalten. Denn zu wissen, dass gleich ein Fighter auf mich losgehen und versuchen wird, mich ernsthaft und schmerzhaft zu schlagen, treten und zu werfen, belastet.

Erst als erlernte Wettkampfsportart macht Sanda Spass.

Hat man aber erstmal gelernt, mit der psychischen Belastung umzugehen und hat sich die nötigen körperlichen und technischen Eigenschaften antrainiert, dann macht Wettkampfsport wie Sanda sehr viel Spass und man wird so schnell nicht wieder davon loskommen. Es gibt etwas in uns, wenn uns das berührt, erden werden wir furchtlos und springen einfach vorwärts um zu kämpfen. Furchtlos im Kampf ist das Ziel bzw. schlägt in jedem Wettkämpfer ein Tigerherz. Sich zu erfahren und zur richtigen Zeit in richtiger Weise punktgenau zu reagieren ist eine Herausforderung. Die Kontrolle über Emotionen ist eine grosse Aufgabe für jeden Kämpfer. So bietet das Traditionelle Kung Fu Lei Tai- und Sanda Wettkämpfe an, um erlerntes auch in praktischer Anwendung zu erproben.

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